Da das Pokern auch etwas Glück erfordert, wird hin und wieder ein schwacher Spieler viel Geld gewinnen. Weiter unten stelle ich einige Fertigkeiten vor, die meiner Meinung nach ein guter Pokerspieler benötigt.

Disziplin

Disziplin während des Spiels und bei der Kartenwahl ist das Grundlegendste Tugend. Ein schwacher Spieler wird zum Glücksritter und macht das Poker durch seine Kartenwahl zum Roulett. Wir müssen die Karten selektieren. Wir spielen wenn unsere Karten die höchstmögliche Gewinnchance haben und wir setzen nicht auf Glück. Ich habe einmal einen weisen Satz gelesen: „jeder Spieler hat gleichviel Glück.“ Dies bedeutet, dass wenn wir auf Dauer gewinnen möchten, dann sollten wir mit Hilfe unseren Fertigkeiten spielen und sich nicht auf anderer Glück oder Pech verlassen. Außer der Kartenauslese kommt es auf die Selbstdisziplin an. Während des Spiels schauen wir uns unsere Gegner an. Wie sie setzen und mit welchen Karten. Wie sie sich verhalten. Wir beobachten auch dann wenn wir nicht mehr im Spiel sind. Wir denken an nichts anderes und nur so bringt es uns einen Informationsvorteil der unsere Mitspieler effektvoll schwächt. Disziplin gilt auch dann, wenn es um den richtigen Zeitpunkt geht, das Spiel zu beenden. Wenn wir merken, dass wir schlecht spielen oder die Gegner zu stark sind, sollten wir sofort das Spiel beenden. Auf keinen Fall versuchen, das verlorene wiederzugewinnen. Dies endet damit, dass wir noch mehr verlieren. Ein guter Spieler versucht zu jeder Zeit seine Gewinne zu maximieren und Verluste zu minimieren.

Die Selbstdisziplin wird auch dann benötigt, um herauszufinden wie das eigene Spiel geführt wird. Fehler werden in erster Linie bei sich selbst und nicht bei den Gegnern gesucht. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir perfekt sind. Poker ist ein Spiel, das man das ganze Leben lang lernen muss.

Psychologie

Ein guter Pokerspieler der sich an den Tisch setzt, konzentriert sich auf seine Gegenspieler. Er analysiert ihre Entscheidungen, nimmt auf sie Einfluss und steuert diese zu seinem eigenen Vorteil. Während des gesamten Spiels sollte sich der Spieler permanent mindestens drei Fragen stellen:

- Welche Karte hält mein Gegner?
- Was denkt er über meine Karten?
- Für welchen Spieler hält er mich.

Die richtigen Entscheidungen auf diese Frage ist nur der Anfang zum Erfolg. Viel schwerer ist es den Gegner so zu manipulieren, dass er diese Fragen falsch beantworten würde. Deshalb benötigen wir einige Hilfsmittel: slowplay (langsames, vorsichtiges Spiel mit sehr starker Karten), overbet (ein zum Pott Unverhältnismäßiges wetten) und Bluffs. Jeder gute Spieler muss in seinem Spielarsenal diese Spielverhalten vorführen können, um dies in Verbindung mit den psychologischen Ergebnisse (des beobachten von Gegnern, Information sammeln) sinnvoll einsetzen zu können.

Außer auf das Spiel selbst, müssen wir auf die Gesten unserer Gegner achten. Die spezifische Körpersprache hilft uns das gegnerische Blatt zu identifizieren. Diese Gesten nennen wir „tells“. Wir sollten ihnen große Aufmerksamkeit schenken. Desöfteren wird uns ein richtig interpretierter tell vor Niederlagen schützen, da wir starke Hände rechtzeitig erkennen können. Aber auch umgekehrt können wir mit schlechten Händen gewinnen, wenn unserer Gegner schwäche zeigt.

Mathematik und die Abhängigkeit vom Risiko zum Gewinn.

Ein guter Pokerspieler muss einige Wahrscheinlichkeiten, die während eines Pokerspiels vorkommen einschätzen können. Hier hilft uns die Berechnung der outs (Karten, die uns zu der erhofften Hand verhelfen). Mathematik ist auch nötig, um eine schnelle Relation zwischen der aktuellen Wette, dem Pott und den Gewinnchancen ermitteln zu können. Das nötige Mathematikverständnis sollte diejenigen Spieler, die mit dieser Naturwissenschaft nicht viel anfangen können (ich zähle mich dazu) jedoch vom Spiel nicht abschrecken. Es sind elementare Rechenarten wie bsp. das errechnen der outs die jeder, der sich ein wenig ins Zeug legt, schnell erlernen wird.

Die Mathematik brauchen wir zum errechnen bzw. zum objektiven Abschätzen unseres Risikos. Wir spielen nicht immer mit der besten Karten. Oft müssen wir einen flush oder eine Straße erst bekommen. Dann ist es wichtig zu wissen, ob es sich lohnt in den Pott einzuzahlen oder eben nicht. In solchen Momenten müssen wir unsere Kenntnisse aus der Mathematik anwenden um gegen andere Spieler einen Vorteil zu erhalten. Wenn unser Gegenspieler es uns erlaubt weitere Karten für wenig Geld anzuschauen dann sollten wir dies tun. Andererseits sollten wir unseren Gegenspieler weiter Karten so teuer anbieten, dass es sich für sie nicht lohnt. Damit vermeiden wir, dass die Gegner die Möglichkeit bekommen ihre Hände zu verstärken. Mathematik und die Fähigkeit unser Risiko einzuschätzen brauchen wir um Wetten einzugehen, die in Relation zum Gewinn stehen. Verhältnismäßige Wetten schützten uns vom sog. „Pokerbankrott“ auch dann wenn wir in eine längere Pechserie geraten.

Alle oben aufgezählten Merkmale ermöglichen uns in Verbindung mit viel Spielpraktik und der Anwendung von einigen Spielstrategien ein spannendes Spielerlebnis bei dem wir auch in der Lage sind hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

 

Kopieren des Textes oder der Textteile ohne die schriftliche Genehmigung des Administrators von www.pokertexas.de ist ausnahmslos verboten. Dieser Service ist ausschließlich für erwachsene Personen vorgesehen. Alle aufgeführten Informationen haben lediglich einen informativen Charakter. Der Administrator bezieht keinerlei Verantwortung für eventuelle materielle Verluste durch den Internetvertrieb oder das Glückspiel. Wenn Sie nicht mit unseren oben genannten Bedingungen einverstanden sind, oder in einem Land leben, in dem der Internetvertrieb bzw. das Glückspiel untersagt ist, bitten wir Sie um sofortiges verlassen dieses Portals.