2008.04.12 Poker in der Politik
Im Bundesstaat New Mexico ist das Pokern ein elementares Werkzeug der Wahlpolitik. Sollte es bei lokalen Wahlen für ein Stadtamt zu einem Remis zweier Kandidaten kommen, so wird eben nachgespielt. Bis hierhin nichts aufregendes, wenn es sich bei der Nachspielzeit nicht um eine Partie Texas Poker handeln würde.
In den vergangenen 10 Jahren ist diese Situation dreimal eingetreten. Die letzte Pokerpartie dieses Kalibers fand vor einigen Tagen in dem Städtchen Estancia während einer Kandidatenwahl für ein Stadtamt statt. Die zwei Kandidaten, Josie Richards und Michelle Dunlap mussten sich im 5-Card Stud Poker messen. Die politische Pokerrunde gewann Richard mit einem Pärchen neuner gegen ein As-high Blatt.
Die einen wollen Pokerspieler hinter Schloss und Riegel bringen, andere erlauben das Spiel in der Kirche unter dem Einwand, dass das Geld gespendet wird. Wieder andere tragen ihre politischen Ansichten am Tisch aus. Das verrückte dabei ist, dass dies alles im selben Land passiert.