2007.10.27 Norwegen gegen EU-Standards
Trond Griske, Kulturminister Norwegens versucht das Internetglücksspiel in Norwegen zu verbieten. Hauptvorgehensweise bei der Bekämpfung des Glücksspiels, soll ein Verbot von Geldstransfers auf Glücksspielkonten sein.
Besonders das Onlinepoker ist bei den skandinavischen Spielern populär. Viele Spieler haben schon durch Turnier- und Geldgewinne ihre Klasse bewiesen.
Die „Rechtfertigung“ für das Verbot ist der Schutz vor Spielsucht. Es herrschen jedoch Zweifel daran, ob vielleicht auch ein gewisser Schutz des staatlichen Glücksspielmonopols durch die Firma Norske Tipping dahinter steckt.
InfoPowa hat Untersuchungen durchgeführt aus denen hervorgeht, dass ca. 71000 Norweger (1,5% der Einwohner) ernste Probleme mit dem Glücksspiel haben. Weitere 133000 sind zusätzlich stark gefährdet. Ein durchschnittlicher norwegischer Spieler verzockt rund 5000€ Jährlich.
Laut Zeitungsartikel, verbot Griske im Jahre 2006 die Aufstellung und Betreibung aller Spielautomaten auf norwegischen Boden. Ausnahme war das staatliche Monopolrecht. Im Ergebnis sind nun alle Spielautomaten in der Hand von Norsk Tipping. Nach Informationen der InfoPowa sind die Einahmen seid Mitte des letzten Jahres um 4,6% gestiegen.
Obwohl Norwegen nicht zu der Europäischen Gemeinschaft gehört, ist das Land ein Teil des Eu- und EFTA-Marktes und damit Teil der Europäischen Wirtschaft.
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